Phosphor ist eine schwindende Ressource

Phosphor ist essentiell für alle Pflanzen und Lebewesen, kurz: Ohne Phosphorfunktioniert kein biologischer Organismus. Im Gegensatz zu anderen knapp werdenden Ressourcen wie Rohöl, das durch regenerative Energien ersetzt werden kann, ist Phosphor nicht zu substituieren.

 

Die Chance-Phosphor-Recycling

Die Lösung ist effektives Phosphor-Recycling. Hierfür bietet MSE ein wirtschaftliches und bereits über Jahre im Feld getestetes System. Die nach intensiver Entwicklungsarbeit, nach dem "Stuttgarter Verfahren" konzipierte Recyclinganlage, kann derzeit bis zu 70% des Phosphors aus dem Schlammwasser zurückgewinnen und hat sich bereits in intensiven Feldtests in mehreren Kläranlagen im Versuchsbetrieb bewährt. Als Ausgangsmaterial kommt Klärschlamm zum Einsatz, in welchem der chemisch gebundene Phosphor vorliegt. ln einem mehrstufigen Prozess wird Phosphor separiert und in den Recyclingprozess eingeschleust. Der phosphatarme Filterkuchen wird danach dem klassischen Entsorgungsprozess zugeführt. Neben den Phosphaten werden auch die im Schlamm gebundenen Metalle rückgelöst. Diese freigewordenen Kationen stören als Konkurrenzreaktionen die Ausfällung des Phosphors und machen daher einen weiteren Verfahrensschritt, die Komplexierung mit Zitronensäure, erforderlich. Im Anschluss wird durch Zugabe von Magnesiumoxid sowie durch Anhebung des pH-Wertes mittels Natronlauge die Bildung von Magnesiumammoniumphosphat (MAP) eingeleitet. Im darauffolgenden Schritt fallen das Recyclingprodukt MAP und weitere Phosphor-Recyclate aus. Die Verbindungen werden in Form von Kristallen abgeschieden.

 

Phosphor-Recycling durch das MSE-Verfahren

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